Von Esslingen über die Alpen bis nach Venedig

 

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Im Juli 2013 haben wir einen lang gehegten Traum und Plan in die Wirklichkeit umgesetzt.
Wir sind mit mit dem Fahrrad von Esslingen nach Venedig gefahren.
Termin und Teilnehmer

01. - 12. Juli 2013

2 Radler vom Ausgleichssport TSV Berkheim

2013.07.10-Transalp-ES-Venezia-P1060184-Nr.452

Gesamtlänge

Von Esslingen bis zum gesetzten Ziel waren es 10 Tagesetappen

Gesamtlänge (bereinigt) annähern 800 km reine Radkilometer. Anstieg: 6.175 m Abstieg: 6.414 m

Streckenführung / Höhenprofil gesamt

km,

 

Ettapen  [Radwege]
  • Tag 1: Esslingen bis Günzburg
    • Esslingen am Neckar - Kirchheim - Neidlingen (Neidlinger Steige) - Donstetten - Blaubeuren - Ulm - Günzburg - [Donauradweg]
    • 108 km, An: 873 m, Ab: 826 m
  • Tag 2: Günzburg - Kaufbeuren
    • Günzburg - durch das Kammeltal – Krumbach – Mindelheim – Bad Wörishofen  – Kaufbeuren
    • 106 km, An: 600 m, Ab: 425 m
  • Tag 3: Kaufbeuren - Garmisch-Partenkirchen
    • Kaufbeuren - [Dampflokrunde] - Marktoberdorf - Rosshaupten - Forggensee - [Bodensee - Königsee Radweg] - Kühmoossee - Halblech - Wieskirche - Oberammergau - Ettal - Garmisch-Partenkirchen

    • 101 km, An:799 m, Ab: 769 m
  • Tag 4: Garmisch-Partenkirchen - Mattrei am Brenner
    • Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald - Karwendelbahn Transfer Innsbruck (Zirrler Berg für Fahrräder gesperrt) - Innsbruck - Alte Brennerstrasse bis Mattrei am Brenner
    • 49 km (ohne Karwendelbahn), An: 1.093 m, Ab: 623 m
  • Tag 5: Mattrei am Brenner bis ins Pustertal
    • Mattrei am Brenner - Steinach - Brenner Pass - Genussabfahrt auf dem neuen [Eisacktalradweg] (alte Bahnstrecke) - Sterzing - Fortezza - Mühlbach im Pustertal
    • 70 km, An: 743 km, Ab: 933 m
  • Tag 6: Durch das Pustertal
    • Mühlbach - Brunneck - Toblach. Immer den Berg hinauf
    • 61 km, An: 770 m, Ab: 366 m
  • Tag 7: Entlang des "Lunga via Dolomiti" dem Langen Dolomitenradweg
    • Toblach - [Lunga via Dolomiti] - Höhlensteintal - Cortina d'Ampezzo - Pieve - Longarone
    • 86 km, An: 527 m, Ab: 1.241 m
  • Tag 8: Durch das Pievetal. Longarone bis Feltre
    • Longarone - Belluno - Feltre - [Via Claudia Augusta]
    • 62 km, An: 406 m, Ab: 601 m
  • Tag 9: Durchs Brentatal von Feltre bis Bassano del Grappa
    • Feltre - Lago del Corlo - [Brentatalradweg] - Bassano del Grappa

    • 48 km, An: 301 m, Ab: 447 m
  • Tag 10: Kurz vor Venedig
    • Bassano del Grappa - Mestre - Venedig
    • 74 km, An: 63 m, Ab: 156 m

Rückfahrt mit Regionalexpress nach Verona und dem City-Night-Liner nach München. Ab München mit Regionalzug nach Plochingen

Schwierigkeitsgrad

Die Transalp hat bereits mit einer Transalb! begonnen. Der erste harte Anstieg war in Neidlingen hinauf zum Bahnhöfle. Im unteren Bereich ein Anstieg von 16% und im oberen Bereich auf nicht idealem Untergrund durch den Wald.

Vom Forggensee bis Garmisch-Partenkirchen auf dem Bodensee-Königsee Radweg. Strecke teilweise auf schwerem Boden, sehr steinig und schlecht ausgeschildert.

Die alte Brennerstrasse: Unser "Respektberg" war einfacher zu Packen wie gedacht. Autoverkehr ist außer im unteren Bereich sehr erträglich. Durch die Hitze hat der Pass geglüht. Mit dem eigenen Tritt und der verordneten Ruhe fährt sich der Brenner sehr gut.

Dolomitenradweg: Anstieg von Toblach bis zum Alpenkamm kann fast als Genussradeln angeschrieben werden. Die Höhenmeter sind leicht und locker in der grandiosen Landschaft zu fahren.

Höhenprofile
Tag 1: Esslingen bis Günzburg

01-ES-Ulm

Tag 2: Günzburg - Kaufbeuren

03-Gue-Ka

Tag 3: Kaufbeuren - Garmisch-Partenkirchen

04-Ka-Garm

Tag 4: Garmisch-Partenkirchen - Mattrei am Brenner

05-Ga-Matt

Tag 5: Mattrei am Brenner bis ins Pustertal

06-Matt-Muehl

Tag 6: Durch das Pustertal

07-Muehl-Tob

Tag 7: Entlang des "Lunga via Dolomiti" dem langen Dolomitenradweg

08-Tob-Longa

Tag 8: Durch das Pievetal. Longarone bis Feltre

09-Longa-Feltre

Tag 9: Durchs Brentatal von Feltre bis Bassano del Grappa

10-Feltre-Bassano

Tag 10: Kurz vor Venedig

11-Bassano-Venedig

GPS-Daten

Strecke als gpx  und  kml  (jeweils optimiert)

Übernachtung

 

Günzburg Brauereigaststätte Hotel Münz
Kaufbeuren Hotel am Turm
Garmisch-Partenkirchen Sporthotel Atlas
Mattrei am Brenner Parkhotel
Mühlbach Gasthof Weisse Lilie (Das fahrradfreundlichste überhaupt)
Toblach Hotel Tschurtschenthaler
Longarone Hotel Posta (Im Vergleich das kümmerlichste Frühstück)
Feltre Hotel Doriguzzi
Bassano del Grappa Hotel Brennero
Venedig Casa Sant' Andrea

 

Tourbericht

Die Tour spukte als Begriff „Transalp" schon einige Zeit in unseren Köpfen. Konkretisiert hat sich alles im letzten Jahr. Die Strecke stand, dank akribischer Planung und Vorarbeit von Günne. Die Räder waren geputzt und technisch überprüft. Vor der Abfahrt hatten wir noch zwei Termine vor uns. Am 29.06.2013 richtete unser Verein zusammen mit dem Deutschen Turnerbund einen Internationalen Jugendländerkampf im Gerätturnen aus. Am 30.06.2013 also ein Tag vor der geplanten Abfahrt haben wir unseren Bikepark offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Am 01.07.2013 um 07:00 Uhr ging es dann auch los. Erste Herausforderung war der Albaufstieg über die Neidlinger Steige. Die Transalb! Strecke war schon knackig. Über die Alb hinüber zum Donauradweg, wunderschöne Landschaft und Genussradeln. Erstes Etappenziel Günzburg.

Die Strecke des zweiten Tages durch das Kammeltal war flach, hat aber von 350m auf über 750m geführt. Also immer naufaufdenberg. Zudem kam der Wind immer von der falschen Seite, also von vorn. Ansonsten war es eine schöne Einrollstrecke für die kommenden Tage. Etappenziel Kaufbeuren.

Wetter hatten wir am dritten Tag keines... Nass, nass und nochmal nass. Das gesteckte Tagesziel Garmisch-Partenkirchen haben wir erreicht. Jetzt konnten wir entspannt am nächsten Tag ins Inntal radeln. Die Strecke im Alpenvorland war sehr anspruchsvoll. Der Bodensee - Königseeradweg im Bereich Ammertal hat so einiges von uns gefordert. Steiniger Weg und teilweise schlechte Ausschilderung.

Der vierte Etappentag hat uns mit dem Wetter wieder versöhnt. Sonne satt im Allgäu. 
Bis nach Mittenwald gab es den ersten Vorgeschmack eines Alpenpasses. Ab Mittenwald haben wir uns die gefährliche und verbotene Abfahrt über den Zirrler Berg geschenkt und sind mit der Karwendelbahn bis Innsbruck gefahren. Ab Innsbruck hinauf über den alten Brennerpass, der nur im unteren Bereich nicht gut zu befahren ist. Hier ist der Verkehr teilweise sehr stark und der Randstreifen mit 50 cm Breite bietet keine Ausweichmöglichkeiten. Ein Erdrutsch verursacht durch die Unwetter der letzten Wochen wurde ist inzwischen beseitigt. Wir mussten keinen Umweg über die alte Römerstrasse fahren. Mattrei war am späten Nachmittag erreicht. Südtirol in greifbarer Nähe.

Fünfter Tag, Hallo Südtirol oder Tag der Pannen. Wetter = Wie es sich für die Gegend gehört, Sonne satt. 
Die letzten 16 km von Mattrei auf den Brenner hatten es in sich, die Steigung nahm stetig zum Ende zu. Dann kam das Obergenussradeln auf dem neuen Radweg hinunter ins Eisacktal. Auf einer ehemaligen Bahntrasse, breit und toll ausgebaut ging es nahezu 30 km abwärts. Erster Pannenstopp durch einen Speichenbruch an Günnes Hinterrad. Der nächste Radladen in Sterzing hat es gerichtet. Mittagspause in Sterzing im Gasthaus Traube. Ein Geheimtipp für alle Sterzing Besucher. Peters Schaltwerk knackte an steilen Bergen verdächtig. Die Kette machte sich dann auch selbstständig und blieb auf der Strasse liegen. In Mühlbach wurde ein neues Schlossglied eingebaut.
Die nächste Etappe führte hinauf in das Pustertal nach Toblach. Die Strecke führt ständig bergauf ist aber genial ausgebaut. Man fährt auf guten Feldwegen oder meistens aus eigens angelegten bestens ausgeschilderten Radwegen. Kurz vor Toblach hetzten 4.000 Mountainbiker durch die Dolomiten um beim härtesten Dolomitenrennen nicht alt auszusehen. Entsprechend schwer war an dem Tag die Zimmersuche. Wir mussten trotzdem nicht im Heu schlafen.

Die darauffolgende Etappe stand unter dem Motto „Dolomitenüberquerung - Alpenhauptkamm und 500km geknackt". Das Wetter war sonnig und sehr angenehm, auf den letzten 3 km vor dem Ziel gab es noch einen warmen italienischen Landregen. Durch die Dolomiten führte die Route auf dem "langen Dolomitenradweg". Von Toblach hinauf auf die Passhöhe vor Cortina ging es sanft aufwärts. Ab dem Pass bis zum Etappenziel fast nur bergab. Die Radwege sind zweispurig teiweise mit einem zusätzlichen Gehweg ausgestattet. Vom Feinsten. Die Landschaft an dem Tag war ein Genuss.

Am achten Etappentag ging es entlang des Pieve Tals bei gefühlten 35° C. Wir sind in Venetien angekommen. Bis Belluno geht der Weg mitten durch die italienischen Gärten, teilweise auf unbefestigten Wegen, trotzdem schön zu fahren. Ab Belluno gab es die Variante auf der vielbefahrenen SS55 oder über die angrenzenden Berghänge mit vielen Höhenmetern. Aufgrund der großen Hitze haben wir uns für Variante 3 entschieden. Links vom Pieve Fluss geht eine Bundesstraße bis Feltre. Auf teilweise breiten Seitenstreifen ging es ganz gut. Der Verkehr war auch erträglich. Wir wussten, dass wir am nächsten Tag wieder mit Genussstrecken im Brentatal verwöhnt werden. Teilweise sind wir ein Stück auf der Via Claudia Augusta in Richtung Venedig gefahren. Zur Pannenstatistik: Ein Getränkehalter ist abgebrochen. Kein Problem wenn man ausreichend Kabelbinder dabei hat

Neunter und vorletzter Tag, im Brentatal. Wir haben Feltre auf der Via Claudia Augusta verlassen. Nach einigen Kilometern Landstraße mit riesigem Seitenstreifen ging es nochmal in die angrenzenden Berghänge. Von Santa Lucia bis Incino schlängelt sich die Bergstrasse hinauf zum Lago del Coro. Dann kam die schönste Abfahrt an diesem Abschnitt. Hinunter ins Brentatal. Rechts meterhohe Felswände, links (hinter dem Zaun) eine tiefe Schlucht. Einfach traumhaft schön. Im Brentatal geht der Weg auf wenig befahrenen Landstraßen bis Bassano del Grappa.

Der letzte Tourtag auf dem Rad, an einem italienischer Sommertag. Leicht bewölkt und warm.
Der letzte Streckenabschnitt war landschaftlich nicht mit den vorhergehenden Tagen zu Vergleichen, hatte aber auch seine Reize. Aus Bassano heraus war die Ausfallstraße dick befahren. Nach knapp 5 km bogen wir auf wenig befahrene Landstraßen ab. Nach Mestre war urplötzlich die Brücke zur Lagunenstadt da. Es war für uns beide ein besonderes Gefühl und ein Genuss über die Brücke nach Venedig hinein zu fahren.

Blog

Bilder
Teil 1
  • Transalp-ES-Venedig-Nr.001
  • Transalp-ES-Venedig-Nr.002
  • Transalp-ES-Venedig-Nr.003

Teil 2

  • Transalp-ES-Venedig-Nr.100
  • Transalp-ES-Venedig-Nr.101
  • Transalp-ES-Venedig-Nr.102

Pressebericht Zwiebel

 

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