4 Tage Jubiäumsradausfahrt Freitag 27.06.2014 bis Montag 30.06.2014
Schwarzwald – Kaiserstuhl – Colmar mit Elsass – Markgräfler Land und Basel

 Termin  Teilnehmer  Laenge   Schwierigkeit  Höhenprofil  Übernachtung  Bericht 

20 Jahre Radausfahrten der Abteilung Ausgleichssport im TSV Berkheim waren Anlass für eine besondere Tour. Die Jubiläumsausfahrt wurde auf 4 Tage verlängert und sollte in das Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz führen.

Termin und Teilnehmer

Gefahren am 27. bis 30.Juni 2014

20 Radler vom Ausgleichssport TSV Berkheim + 1 Begleitfahrzeug

Wetter: 3 Tage Sonne und bestes Radlerwetter, Letzter Tag kalt und verregnet

Gesamtlänge

66km, 89 km, 75 km, und 35 km auf nahezu ebener Strecke

Schwierigkeitsgrad

Die Streckenführung erfolgte auf Radwegen und wenig befahrenen Landstraßen

Höhenprofil

Nicht der Rede wert. So gut wie keine Steigungen

GPS-Daten

 

 

64.1 km, 07:25:04

87.1 km, 07:12:13

73.9 km, 08:23:51

33.8 km, 04:02:06

 

 

 

Übernachtung

Gasthof zum Löwen, Oberrimsingen

Tourbericht

 

Nach der Anreise mit dem Bus startete die Tour auf dem Hochplateau in St. Peter, dem barocken Kleinod an der Schwarzwald-Panoramastraße. Die ursprünglich vorgesehene Route durch das Glottertal konnte leider nicht gefahren werden. Die Strecke durch das Ibenbachtal vorbei an Buchenbach hinunter in das Dreisamtal bis Freiburg entschädigte alle Radler. Freiburg im Breisgau die schöne Altstadt mit dem Münster und den berühmten Bächle, die Wahrzeichen der Stadt waren das Ziel für die Ausgleichssportler. Freiburgs Bächle sind charakteristisch für die historische Altstadt. Ursprünglich waren sie gedacht für die Versorgung mit Brauch- und Löschwasser. Heute sorgen die Wasserläufe für ein angenehmes Klima und sind im Sommer eine beliebte Spielwiese. Nach einem Aufenthalt in Freiburg radelte die Gruppe weiter über Ebringen, Bad Krotzingen hinauf nach Staufen im Breisgau. Vom Rande des südlichen Schwarzwaldes, eingebettet in die Weinberge des Markgräflerlandes, blickt die Fauststadt über das Rheintal auf die Vogesenkette. In den schönen verwinkelten Gassen lebte einst der Magier und Alchimist Doctor Faust, gerufen von den Burgherren, ihnen Gold herzustellen. Aus diesem Grund trägt die Stadt auch den Namenszusatz „Fauststadt im Breisgau". Über die Hebung der Altstadt, verursacht durch Geothermie-Bohrungen wurde schon viel geschrieben und muss hier nicht nochmal aufgekocht werden. Nur eines, die Hebungen von monatlich einem Zentimeter reduzierten sich bis heute auf wenige Millimeter. Der letzte Abschnitt der Tagestour führte in die Rheinebene an den westlichen Tuniberg in die Ortschaft Oberrimsingen, einem Teilort der Stadt Breisach. Oberrimsingen ist eine kleine verschlafene Ortschaft mit circa 1.500 Einwohnern, so verschlafen, dass der Internetauftritt der Gemeinde das letzte Mal 2007 geändert wurde. Im Ort bezogen die Radler im Gasthof zum Löwen das Standquartier.

2014.06.28-AGS-Jubi-Radausfahrt-Nr.096

Der zweite Tag der Dreiländer Tour war der elsässischem Weinstraße und dem Elsass gewidmet. Nach dem Start führte der Weg durch die Rheinebene nach Breisach. Nach einer kurzen Besichtigungstour fuhr die Gruppe über die Rheinbrücke in Richtung Neuf-Brisach (Neu-Breisach). Erbaut wurde die Stadt Anfang des 18. Jahrhunderts vom Festungsbauer Vauban, der sie als Planstadt im Form eines Achtecks mit zentralem Exerzierplatz, der heute als Marktplatz genutzt wird, und einem schachbrettförmig angelegten Straßennetz als Idealform einer Festungsstadt anlegte. Die Befestigungsanlagen gehören seit 2008 zusammen mit anderen Werken in ganz Frankreich zum UNESCO-Weltkulturerbe „Festungsanlagen von Vauban". Auf langen wie mit einem Lineal gezogenen Straßen radelte die Gruppe weiter in Richtung Colmar teilweise entlang der elsässischen Weinstraße. In Eguisheim wurde die erste Rast im bezaubernden Weingut der Familie Freudenreich mitten in der Stadt eingelegt. Der Marktplatz mit Brunnen, Kirche und zwei belegten Storchennestern war die passende Umgebung für das traditionelle Familienfoto. „Colmar, auf halbem Wege zwischen Straßburg und Basel, aber auch zwischen den Vogesen und dem Rhein gelegen verkörpert die Stadt die ganze Kultur und Lebensfreude des Elsass: malerisch, verlockend und von den schönsten Weinbergen des Elsass umgeben!". Diese Lobpreisung der schönen Stadt galt es zu überprüfen, und die Radler wurden nicht enttäuscht. Colmar bietet die volle Palette einer charmanten mittelalterlichen Stadt mit großartigen Bauwerken, malerischen Vierteln wie das Klein-Venedig oder das Gerberviertel. Den ganzen Tag war die Radgruppe vom Regen verschont geblieben, während des Aufenthaltes in Colmar öffnete sich der Himmel und es begann zu regnen. Pünktlich zur Weiterfahrt war die kleine Abkühlung vorbei und die Rückfahrt über Appenwihr, Neu-Breisach und Breisach zum Quartier blieb nahezu trocken.

Die Wettervorhersage für den Sonntag war nicht gerade für Radler gemacht. Über den ganzen Tag verteilt sollten sich Regen und Gewitter abwechseln. Ein Plan B wurde bereits am Abend vorher besprochen und beschlossen. Aber wie so vieles im Leben können sich auch die Wettervorhersagen über Nacht ändern. Ein kräftiger Westwind aus den Vogesen vertrieb die Regenwolken in Richtung Schwarzwald und ließ sie dort komplett abregnen. Die Tagestour am Sonntag vorbei am Tuniberg rund um den Kaiserstuhl war für die Radler wettertechnisch ein voller Erfolg. Regen? Den konnten wir nur am Horizont im Schwarzwald beobachten. Die Strecke führte über Merdingen, Wasenweiler Bötzingen, Eichstetten, Balingen, Riegel nach Endingen. 2008 waren wir im Rahmen der Kaiserstuhlwanderung schon einmal in diesem Städtchen zu Gast. Damals haben wir geschrieben „Endingens historische Altstadt mit ihren romantischen Winkeln und Plätzen ist Geschichte zum Erleben. Im Zentrum der mittelalterlichen Stadt liegt der Marktplatz. Mit seinen drei Rathäusern, der Martinskirche und dem Marienbrunnen ist der Platz ein kunstgeschichtliches Kleinod." In diesem Jahr gab es an dem Sonntag zwei völlig unterschiedliche Feste zu feiern. Die katholische Kirchengemeinde feierte das kirchliche Hochfest Peter und Paul mit einer Prozession durch die Altstadt und einem Abschlussgottesdienst auf dem Platz vor der St. Peterskirche. Der Winzerhof Lindner feierte sein 25 jähriges Jubiläum mit einem deutsch-französischen Fest mit Vorträgen, Musik und Lesungen. Nach Prozession und kleiner Stärkung im Winzerhof ging es weiter über Königsschaffhausen und Sasbach. An diesem Wochenende feiert viele Gemeinden rund um den Kaiserstuhl Feste verschiedenster Art. Ein besonderes Fest wollten wir unbedingt noch anschauen. Im Städtchen Burkheim wurde das Mittelalterfest im Ort und auf der Burg gefeiert. Enge Gassen, die die Unter- und Oberstadt Burkheims miteinander verbinden, lassen noch heute erahnen, wie es in diesem Winzerort im Mittelalter ausgesehen haben mag. Nach einer kleinen Pause und einem Rundgang auf der Vogtsburg radelten wir über Breisach zurück zu unserem Quartier.

Am vierten und letzten Tag unserer Jubiläums Fahrradtour stand Basel als Ziel auf dem Plan. Schon am frühen Morgen begann es wie aus Kübeln zu regnen. Eingepackt in der notwendigen Regenkleidung starteten wir die Tour durch das Markgräfler Land. In Heitersheim wurde dann, nachdem der Regen absolut nicht nachließ und die Temperaturen weiter in unangenehme Bereiche vielen, der Beschluss gefasst die Tour abzukürzen und direkt nach Neuenburg zu fahren um uns dort vom Bus abholen zu lassen. Die nasskalte Witterung und der weiche Belag entlang des Rheins waren kein großes Fahrvergnügen.
Unterm Strich betrachtet war die Jubiläumstour ein tolles Erlebnis. Planung und Durchführung von unserem Guide Günter Werner war wie immer hervorragend. Wir bedanken uns ganz herzlich dafür.

Die Pannenstatistik bei dieser Ausfahrt hielt sich in Grenzen. Zwei platte Reifen sorgte für einen kurzen Einsatz des Technikteams.

 

 

Pannenstatistik
  • 2 platte Reifen (Wiederholungstäter)

 

Danke von uns allen an Günne für die Planung und Leitung der Radausfahrt

 

 

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